Empor vergibt gegen Stettin zu viele Großchancen

Güstrow. Der HC Empor ist gestern in seine spielerische Vorbereitung auf die Rückrunde in der 2. Handball-Bundesliga gestartet, die für die Rostocker am 28. Januar mit der Partie gegen den punktgleichen Vorletzten TV Korschenbroich beginnt.

Am zweiten Tag des Kurztrainingslagers an der Landesportschule in Güstrow stand ein gemeinsames Camp mit dem Spitzenreiter der zweithöchsten polnischen Spielklasse, Pogon Stettin, auf dem Programm. HCE-Coach Norbert Henke konnte außer auf die Sportsoldaten Renè Gruszka, Benjamin Meschke und Felix Storbeck sowie den für Griechenland die WM-Qualifikation bestreitenden Vyron Papadopoulos auf alle Akteure zurückgreifen. Auch Michal Bruna nach Muskelfaserriss, Krzysztof Gorniak nach fast überwundenen Knieproblemen und Michael Höwt waren einsatzfähig.

In der Vormittagseinheit überzeugten die Hansestädter vor dem „Pausengong“ mit einer soliden Abwehrarbeit. Auch in der Angriffsführung unter Regie von Bruna erwies sich Empor gegenüber den Polen überlegen. Einziges Manko: Rostocks Sieben schluderte mit ihren Chancen. „Einige Hundertprozentige habt ihr liegen gelassen“, bemängelte Norbert Henke in einer Pause beim Stand von 16:10. Der Coach sah aber auch das andere Gesicht seiner Truppe. Allen Spielern ging danach der Faden speziell im Vorwärtsgang verloren. Da wurden nicht nur vier Siebenmeter leichtfertig verworfen. Unkonzentriert fiel einigen Akteuren immer wieder der Ball aus der Hand. Zum Glück machte Stettin aus den Geschenken nicht viel, produzierte Fehler oder scheiterte ebenfalls am Wurfvermögen. Nach dem 28:23 für den HC Empor stand für beide Teams das gemeinsame Mittagessen an.

Das verdaut, trafen sie sich noch einmal auf dem Parkett. Beide Trainer hatten den Vormittag ausgewertet und wollten von ihren Mannschaften Verbesserungen sehen. Die gab es vor allem auf polnischer Seite. Stettin wirkte wesentlich kompakter in der Defensive und legte auch im Angriff einen Gang zu. Erneutes Hauptproblem beim HCE: die Chancenverwertung. Trainer Norbert Henke sagte nach dem 30:30 (17:15) zu seiner Mannschaft: „Ihr habt euch selbst um den Lohn gebracht, wieder klare Gelegenheiten ausgelassen.“ Dazu passte: Siebenmeterschützen werden bei Empor gesucht. Drei Strafwürfe fanden nicht den Weg ins gegnerische Gehäuse. Auffallend auch die grottenschlechte Partie von Gorniak, der Gabor Langhans nach Gesichtsblessur über weite Strecken vertreten musste. Positiv wiederum das Agieren von Bruna, der auch in der Defensive sehr aufmerksam zu Werke ging.

HC Empor Rostock: Schröder, Hagen – Dethloff 7, Langhans 7, Bruna 11, Wetzel 5, Höwt 9, Sadewasser 1, Zemlin, Gorniak 2, Göde 16

NNN – hero

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