Rostock. Empor gewann den Test gegen A-Jugend-Meister SG Spandau/Füchse Berlin mit 37:27. Handball-Zweitligist HC Empor Rostock hat seinen letzten Test vor dem Punktspiel am Sonnabend gegen TV Korschenbroich siegreich gestaltet. Vor 150 Zuschauern in der Fiete-Reder-Halle Marienehe zeigte sich das Team von Trainer Norbert Henke dem Deutschen A-Jugend-Meister des Jahres 2011 SG Spandau/ Füchse Berlin durch eine Steigerung in der zweiten Halbzeit mit 37:27 (17:14) überlegen.
Die von Robert „Bob“ Hanning (der Geschäftsführer der Füchse Berlin legte extra für dieses Match eine EM-Pause ein, wird zu Wochenbeginn wieder in Serbien sein) betreuten Bundeshauptstädter machten den Gastgebern in der Anfangsviertelstunde mit schnellen Aktionen und erstaunlich vielfältigem Wurfrepertoire mächtig zu schaffen. Vier Versuche – alles Volltreffer: Rostock war noch nicht wach, konsequente Defensivarbeit sieht anders aus… Vor allem die torgefährlichen Fabian Wiede und Oliver Milde nutzten ihre Freiheiten.
Auch im durch die Knieverletzung von Tom Wetzel umgestellten Empor-Angriff traten lange die alten Fehler auf: Wurfeffektivität bei teils ungenügender Vorbereitung mangelhaft, zu häufiges Verlassen der taktischen Linie. Gefallen konnte immerhin das Anspiel an den Kreis auf Rico Göde.
Nach Norbert Henkes Pausenansprache und Wiederanpfiff zeigte das Schlusslicht der 2. Bundesliga sein anderes, besseres Gesicht. Es packte ab der 38. Minute (21:19) mehr zu, machte die Räume eng und zwang den Kontrahenten zu Fehlern. „Im Konterverhalten besaßen die Rostocker einen klaren Vorteil“, anerkannte Hanning.
Die erste und zweite Welle – insgesamt sieben Treffer – standen auch für den Sprung zum 27:21 (48.) und 31:23 (54.). Zudem machte Florian Zemlin nach der Pause am „Regiepult“ mächtig Musik, waren der Grieche Vyron Papadopoulos auf der linken und Jens Dethloff auf der rechten Außenbahn mehr als eine Alternative für die Stammkräfte Michael Höwt und René Gruszka. Genau das wollte Henke sehen: Konkurrenz belebt das Geschäft.
Statistik
HC Empor Rostock: Schröder, Storbeck – Gruszka 3/2, Langhans 5, Sadewasser 1, Göde 9, Bruna 5, Höwt 1, Papadopoulos 4, Dethloff 3, Meschke 2, Zemlin 4, Gorniak (nicht eingesetzt)
Siebenmeter: Rostock 2/2, Berlin 1/1
Zeitstrafen: Rostock 4, Berlin 2 Minuten

23. Januar 2012
Uwe
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