Stojanovic-Verpflichtung ein Thema für Empor

Rostock. Morgen bittet Norbert Henke seine „Schäflein“ wieder zum Trainingsauftakt: Gut drei Wochen verbleiben dem Coach des HC Empor zur Vorbereitung seines Teams auf die verbleibenden 21 Partien in der 2. Handball-Bundesliga. Die Situation ist ernst. Die Rostocker sind Inhaber der roten Laterne. Vier Mannschaften müssen nach dem 38. Spieltag am 2. Juni den Gang in die 3. Liga antreten. Durch die Fusion von DHC Rheinland und HSG Düsseldorf werden nur noch drei gesucht.
Bei theoretisch möglichen 42 Punkten müsste Empor ab dem Heimspiel am 28. Januar gegen den Vorletzten TV Korschenbroich eine Positivserie von 24:18 Zählern hinlegen – jedenfalls nach der Rechnung von Christian Prokop, Trainer des Liga-Konkurrenten Post Schwerin, der meint: „Mit in der Summe aus beiden Serien 34 Punkten müsste man auf der sicheren Seite sein.“ Trotz der erschwerend hinzukommenden megaschlechten Tordifferenz keine unlösbare Aufgabe für den HCE.

„Dafür müssen wir aber in Sachen Spielsicherheit und -fähigkeit sowie taktischer Disziplin zulegen. Als einen weiteren Schwerpunkt sehe ich das Umschalten von Angriff auf Abwehr an. In der Rückwärtsbewegung haben wir ebenso Reserven wie in der Kleingruppenarbeit“, sagt Norbert Henke. Das Ablegen dieser Unzulänglichkeiten wird im Mittelpunkt des Camps ab Montag in Güstrow stehen. Dieses beinhaltet auch am Dienstag gemeinsame Trainingsstunden mit Pogon Stettin. Am 15. Januar nimmt das Team in Schwerin am 6.-BHU-Baustoffe-Cup teil. Sechs Tage später folgt eine Partie gegen den Deutschen A-Jugend-Meister Füchse Berlin.

Henke verhehlt nicht, dass über Verstärkungen nachgedacht wird. Nach NNN-Informationen ist die Verpflichtung von Vladica Stojanovic (30, Rückraum Mitte) vom Erstligisten Eintracht Hildesheim ein Thema. Der 65-fache serbische Ex-Nationalspieler warf 426 Tore in 101 Bundesliga-Partien für MT Melsungen, kam für Hildesheim auf 27 Treffer in 14 Spielen.

NNN – Bernd-Dieter Herold
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