22:32 – HC Empor ist ohne Siegchance bei der HSG Nordhorn-Lingen

Rostock/Nordhorn. Auswärts gibt es für den Handball-Zweitligisten HC Empor Rostock einfach nichts zu holen. In der zehnten Saisonpartie in fremder Halle kassierte der HCE die neunte Schlappe und bleibt dadurch auf einem Abstiegsplatz hängen. Gestern Abend war das Euregium in Nordhorn für die Hansestädter eine uneinnehmbare Festung. Bei der HSG Nordhorn-Lingen setzte es vor 1019 Zuschauern eine deutliche 22:32 (9:16)-Schlappe.

Ohne die beiden Verletzten Tom Wetzel (gestern in Hamburg operiert) und Rico Göde, der sich im Training eine Innenmenikus-Blessur und einen Kreuzbandriss (mindestens sechs Monate Pause) zuzog, fanden die Gäste nur schwer ins Spiel. Vor allem in der Abwehr wurde Göde schmerzlich vermisst. Die Keeper wurden von der Verteidigung im Stich gelassen. Zudem trafen die Niedersachsen fast mit jedem „Schuss“. Selbst eine Auszeit und ein Torwartwechsel – Felix Storbeck kam für Oliver Schröder in den HCE-Kasten (14.) – änderten nichts am Geschehen auf der Platte. Erst mit dem Wechsel von Jens Dethloff in den Innenblock wurde es etwas besser. Dennoch hieß es 9:16 zur Pause. Das war mehr als nur eine Vorentscheidung, zumal die HSG auch nach dem Wechsel nicht locker ließ. Bobby Schagen erzielte in der 40. Minute per Siebenmeter das 21:11 und stellte erstmals einen Zehn-Tore-Vorsprung her. Empor präsentierte sich in der Schlussviertelstunde zwar bissig und kam dreimal bis auf sechs Tore heran – 19:25 (51./Höwt), 20:26 (52./Meschke) und 21:27 (54./Bruna). Letzterer vergab dann aber per Strafwurf die große Chance weiter aufzuschließen (55.).

TrainerStimme

Norbert Henke (HC Empor): Ich habe mir schon gedacht, dass uns der Ausfall von Rico Göde, bei dem die Diagnose noch schlimmer als befürchtet lautet, in der Abwehr große Probleme bereiten würde. Er ist unser blockstärkster Spieler. Wir brauchten 20 Minuten, um unsere Verteidigung zu ordnen. Erst mit Jens Dethloff im Innenblock wurde es besser. Zudem verschossen wir wieder 14 Hundertprozentige, davon drei Siebenmeter und vier frei vom Kreis. Das darf man nicht in der 2. Liga und schon gar nicht in Nordhorn machen. 22 Tore sind einfach zu wenig. Damit hat man keine Chance. Doch daran sind wir selbst schuld.
Statistik

HSG Nordhorn: Buhrmester – Struck 4, Wilmsen, Lammering 1, Leenders 5, Mickal 4, Hombrink, Meyer 5, Schagen 6/5, Poll 1,Terwolbeck, de Boer 1, Wiese 5

HC Empor Rostock: Schröder, Storbeck – Bruna 7/2, Gorniak, Dethloff 2,Langhans 7, Höwt 2, Meschke 1, Gruszka, Papadopoulos 1, Sadewasser, Zemlin 2.

Siebenmeter: Nordhorn-Lingen 6/5, Rostock 5/2 (Bruna vergibt 7. und 55. sowie Gruszka 37.).

Zeitstrafen: Nordhorn 4 Minuten, Rostock 10.

Schiedsrichter: Christoph Maier/Michael Kilp (Steinbach/Oberursel).

Zuschauer: 1019

NNN – geri

Foto (NNN – Georg Scharnweber): Empor-Trainer Norbert Henke (graues Sweat-Shirt) nah an der Verzweiflung: Auch in Nordhorn gab es für ihn und seine Mannen gestern Abend nichts zu holen – 22:32.
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