Der HC Empor muss das Unmögliche möglich machen

Rostock. Der Beginn des Jahres 2012 hätte für den HC Empor Rostock nicht schlimmer kommen können. Eigentlich in Richtung Aufholjagd zur Sicherung der Zweitliga-Zugehörigkeit eingestellt, folgt eine schlimme Nachricht der anderen: erst Tom Wetzels Meniskus-Operation, nun der Eingriff bei Rico Göde wegen Kreuzbandriss und Innenmeniskus. Der Rostocker Handball-Traditionsverein geht personell am Stock. Die Verantwortlichen hatten sich auch schon ohne die beiden Langzeitverletzten nach einer Verstärkung umgesehen und einen wechselwilligen kroatischen Rückraumspieler gefunden. Doch dieser ist EU-Ausländer, benötigt ein Visum und eine Arbeitsgenehmigung. Die Mühlen der Bürokratie mahlen manchmal langsam. Knappe zehn Tage bis zum Schließen der Transferliste haben Vorstand und Trainer noch Zeit, personell etwas unter Dach und Fach zu bringen. „Es wird auf jeden Fall ein Spieler kommen, egal wer“, sagt HCE-Präsident Jens Gienapp. Das ist auch dringend erforderlich, will man nicht „freiwillig“ die Zugehörigkeit zur eingleisigen 2. Bundesliga aufs Spiel setzen.

Die „rote Laterne“ ist nun wieder in der Hansestadt. Kaum zu glauben, dass sie in der nächsten Auswärtspartie bei der SG BBM Bietigheim am Sonnabend wieder die Reise zu einem anderen Verein antreten wird. Norbert Henke muss versuchen, mit dem vorhandenen Personal eine optimal positionsbezogene Abwehr- und Deckungsformation zu finden. Da sind alle Spieler gefragt, mehr als 100 Prozent zu geben. Das Unmögliche möglich machen, genau das ist die Aufgabe.

NNN – hero
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