Es ist nicht die einzige Hiobsbotschaft für die Rostocker. Tom Wetzel unterzieht sich heute in Hamburg beim Kniespezialisten Dr. Jensen einer Meniskus-Operation.
Das sind keine guten Voraussetzungen für den Auftritt des 18. (12:24 Punkte) beim Achten (18:18). „Es wird für meine Jungs eine echte Herausforderung. Die Gastgeber verfügen gegenüber der vergangenen Saison bis auf eine Position über den gleichen Spielerstamm“, sagt Empor-Trainer Norbert Henke.
Die Einschätzung kommt nicht von ungefähr. Die Grafschafter sind eine sehr ausgeglichene, oft unausrechenbare Sieben. Gefahr droht der gegnerischen Defensivabteilung von allen Positionen. Der Coach der Hansestädter nennt einige Beispiele: „Der ehemals auch in Rostock agierende Matthias Struck sowie Regisseur Nils Meyer sind ausgebuffte Leute mit immensem Tordrang. Zudem hat die HSG mit Björn Buhrmester einen Keeper der Extraklasse.“ Er parierte bisher 33 Prozent der Würfe – sein Pendant auf Rostocker Seite, Oliver Schröder, immerhin 27.
Entscheiden kann im Euregium – 4200 Zuschauer passen in die Halle – die Effektivität der Abschlusshandlungen. Meyer (86 Tore) und der wieselflinke Rechtsaußen Robby Schagen (105/ 48) liegen bei sehr guten 91 Prozent. Matthias Struck (85) weist 74 Prozent auf.
Bei Empor kommen Gabor Langhans, der bislang 93-mal ins Schwarze traf, und René Gruszka (65/22) auf 83, Michal Bruna (65/13) auf 75 Prozent. Trotz aller offenen Fragen: Nordhorn-Lingen ist nicht unverwundbar. Das zeigten die Heimpleiten gegen Bittenfeld (33:35), Bad Schwartau (30:36), Essen (25:26) und Eisenach (26:30).

3. Februar 2012
Juliane Radike 
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