HC Empor befürchtet das Schlimmste: Saison-Aus für Kreisläufer Rico Göde?

Rostock. Schock für Handball-Zweitligist HC Empor Rostock: Rico Göde musste gestern Abend das Abschlusstraining für die heutige Partie bei der HSG Nordhorn-Lingen abbrechen und mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Zweimetermann hatte trotz Kniebeschwerden aus der Testpartie gegen den SC Magdeburg (28:39) den Übungsbetrieb wieder aufgenommen. „Bei einer Aktion ging er schmerzhaft zu Boden. Für sein Knie befürchten wir das Schlimmste. Er bekam zudem Kreislaufprobleme, daraufhin erfolgte der Notarztruf. Das ist für uns alle ein Schock. Wir können Rico nur baldige Genesung wünschen und die Daumen drücken, damit das nicht das Saison-Aus bedeutet“, sagte HCE-Vorsitzender Jens Gienapp. Die genaue Diagnose war zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt, möglicherweise hat sich Göde aber am Kreuzband verletzt.

Es ist nicht die einzige Hiobsbotschaft für die Rostocker. Tom Wetzel unterzieht sich heute in Hamburg beim Kniespezialisten Dr. Jensen einer Meniskus-Operation.

Das sind keine guten Voraussetzungen für den Auftritt des 18. (12:24 Punkte) beim Achten (18:18). „Es wird für meine Jungs eine echte Herausforderung. Die Gastgeber verfügen gegenüber der vergangenen Saison bis auf eine Position über den gleichen Spielerstamm“, sagt Empor-Trainer Norbert Henke.

Die Einschätzung kommt nicht von ungefähr. Die Grafschafter sind eine sehr ausgeglichene, oft unausrechenbare Sieben. Gefahr droht der gegnerischen Defensivabteilung von allen Positionen. Der Coach der Hansestädter nennt einige Beispiele: „Der ehemals auch in Rostock agierende Matthias Struck sowie Regisseur Nils Meyer sind ausgebuffte Leute mit immensem Tordrang. Zudem hat die HSG mit Björn Buhrmester einen Keeper der Extraklasse.“ Er parierte bisher 33 Prozent der Würfe – sein Pendant auf Rostocker Seite, Oliver Schröder, immerhin 27.

Entscheiden kann im Euregium – 4200 Zuschauer passen in die Halle – die Effektivität der Abschlusshandlungen. Meyer (86 Tore) und der wieselflinke Rechtsaußen Robby Schagen (105/ 48) liegen bei sehr guten 91 Prozent. Matthias Struck (85) weist 74 Prozent auf.

Bei Empor kommen Gabor Langhans, der bislang 93-mal ins Schwarze traf, und René Gruszka (65/22) auf 83, Michal Bruna (65/13) auf 75 Prozent. Trotz aller offenen Fragen: Nordhorn-Lingen ist nicht unverwundbar. Das zeigten die Heimpleiten gegen Bittenfeld (33:35), Bad Schwartau (30:36), Essen (25:26) und Eisenach (26:30).

NNN – hero
Foto (NNN – Georg Scharnweber) Schock für Empor: Rico Göde verletzte sich gestern im Training und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Möglicherweise ist die Saison für ihn beendet.
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