Empor-Handballer blicken nach 24:26-Niederlage in Grömitz nach vorn / Till Wiechers beeindruckt von den Fans

Grömitz.24 Stunden nach der 24:26 Pleite bei der HSG Ostsee Neustadt/ Grömitz gab sich Philipp Asmussen schon wieder kämpferisch. An der Ausgangslage habe sich nichts geändert, meinte der Rückraumspieler des Handball-Drittligisten HC Empor Rostock. „Wenn wir die letzten vier Spiele gewinnen, sind wir durch“, rechnete der 22-Jährigevor. Die Partie in Hildesheim (18.April) sei nach wie vor ein Endspiel. Nach der Enttäuschung am Freitagabend schauen Asmussen und seine Mitspieler nach vorn. Etwas anderes bleibt ihnen auch nicht übrig, doch sollten sie die Fehler in der Partie in Grömitz auswerten. Zwar wuchsen die abstiegsbedrohten Hausherren in diesen 60 Minuten über sich hinaus, doch darauf sollte eine Spitzenmannschaft eine Antwort finden. „Uns fehlte im Rückraum der Zug zum Tor, wir sind viel zu viel parallel gelaufen. Das war am Ende entscheidend“, befand Asmussen. Überdies hatte der Sieg der HSG einen Namen: Jan-Ove Litzenroth schoss die Rostocker mit seinen zwölf Treffern fast im Alleingang ab. An einem solchen Shooter fehlte es den Gästen, die in der Abwehr in keiner Phase Zugriff auf den 2,04-Meter Schlaks fanden. Bei allem Respekt vor Litzenroths Leistung: Dass der Rechtshänder mehrfach bei drohendem Zeitspiel oder gar über einen Vierer-Block traf, stellte der Empor Deckung kein gutes Zeugnis aus. Die ungewohnt hohe Fehlerquote im Angriff–am Ende waren es unter anderem 15 „Fahrkarten“ inklusive zweier verworfener Siebenmeter – tat ein Übriges. Hinzu kam, dass mit dem kurzfristig erkrankten Nick Witte nicht nur ein torgefährlicher Linksaußen, sondern vor allem ein sicherer Vollstrecker „vom Punkt“ fehlte. „ Jeder hat alles reingeworfen trotzdem haben uns die entscheidenden Prozente gefehlt, um dieses knifflige Spiel zu gewinnen“, sagte Asmussen, der mit fünf Toren Empors bester Werfer war. Die Rostocker empfangen am Sonnabend den TSV Burgdorf II (19 Uhr, Ospa-Arena),ehe am Gründonnerstag das mit Spannung erwartete Spitzenspiel beim Tabellenführer Eintracht Hildesheim steigt. „ Wir werden dort alles geben“, verspricht Philipp Asmussen und fügt hinzu: „ Die Niederlage in Grömitz tat zwar weh, aber sie hat nichts an unserem Ziel geändert, die Saison so zu beenden, wie wir es eigentlich verdient haben.“ So sieht es auch Till Wiechers, der trotz der Niederlage stolz war – auf die eigenen Anhänger. „ Ihr seid unglaublich!“, postete der Trainer auf Facebook. „Wir verlieren das Spiel und bekommen ,standing ovations’. Ihr übertönt sogar noch den Jubel der Gastgeber“, schreibt der 35-Jährige weiter. Er sei tief beeindruckt und dankbar für die Kraft, die die Fans der Mannschaft in diesem Moment gegeben haben, so Wiechers. „Ich bin beeindruckt, dankbar und habe das Gefühl, dass wir mit eurer Kraft alles schaffen können“, schreibt der Coach abschließend. Er wird sich auch in Hildesheim auf die Fans verlassen können.