Die Rostocker Empor-Handballer haben das Relegations Rückspiel gegen die HSG Krefeld mit 22:24 verloren und damit den Aufstieg im ersten Anlauf verpasst

Rostock. Nach dem Aus in letzter Sekunde sanken die Rostocker Handballer enttäuscht zu Boden. Trainer Till Wiechers umarmte Torhüter Leon Mehler und spendete Trost. Die Zuschauer schauten fassungslos auf das Feld, wo sich die Spieler der HSG Krefeld vor Freude zu Boden rissen. Der HC Empor hat den Aufstieg in die 2.Bundesliga im ersten Anlauf verpasst. Das Team von Trainer Till Wiechers zog gestern gegen die „ Eagles “ denkbar knapp mit 22:24 (11:13) den Kürzeren. Nach ihrem 24:23-Hinspielerfolg hätte den Rostockern eine 22:23 Niederlage zum Aufstieg gereicht. Bitter: Der entscheidende Wurf von Simon-Horst Ciupinski war nach Aussage von Torhüter Leon Mehler „definitiv nicht mit vollem Umfang“ hinter der Linie. Doch die Schiedsrichter gaben den Treffer. Empor legte umgehend Protest ein. Leon Mehler war sichtlich enttäuscht : „ Wir haben zweimal mega stark gefightet. Das tut massiv weh.“ Ab heute richte sich die volle Konzentration auf die zweite Chance gegen die HSG Konstanz. Das Hinspiel findet am 26. Mai abermals in der Stadthalle statt. Der Kartenverkauf läuft bereits. Tickets sind in allen OZ-Service-Centern erhältlich. Eine Woche später ist Empor im Rückspiel in der Stadt am Bodensee gefordert. Trainer Till Wiechers war Minuten nach der bitteren Pleite „ einfach nur leer und unfassbar enttäuscht. Es tut mir unendlich leid für meine Spieler, unsere Familien und die Fans, die uns so großartig angefeuert haben“, war der 35-Jährige total mitgenommen. Gänsehaut-Stimmung herrschte schon vor dem Anpfiff. Das Publikum tobte. Danach brachte Hansa Sportvorstand Martin Pieckenhagen den Ball und wandte sich an die Zuschauer: „Ich wünsche euch ein überragendes Spiel und das, was wir alle gewohnt sind: Am Ende des Tages gewinnt der HC Empor. Holt euch die zweite Liga !“ Doch daraus wurde nichts. Die 4638 Zuschauer (Vereinsrekord) in der restlos ausverkauften Stadthalle sahen eine hart umkämpfte und an Spannung kaum zu überbietende Partie. Torhüter Leon Mehler war sofort wach. Er parierte einen Siebenmeter von Kevin Christopher Brueren. Im Gegenzug erzielte Janos Steidtmann das 1:0. Spieler und Zuschauer jubelten. Doch schnell wurde klar: Krefeld knüpfte nahtlos an die starke Leistung vom Hinspiel (23:24) an. Die HSG stellte ein Abwehr-Bollwerk auf die Beine, an dem die Rostocker nur schwer vorbei kamen. Die Gäste, die zum Weiterkommen einen Zwei-Tore-Sieg benötigten, führten nach zehn Minuten mit 5:3. Erst in der 39.Minute gelang Michael Höwt mit einem verwandelten Siebenmeter der 16:16-Ausgleich. Sechs Minuten vor dem Ende lief Tim Völzke allein auf Torhüter Paul Keutmann zu, brachte die Kugel aber nicht am HSG-Schlussmann vorbei. Danach traf Höwt vom Siebenmeterpunkt nur den Pfosten. Die Gäste legten wieder vor – 23:21. Till Wiechers nahm 45 Sekunden vor dem Abpfiff eine Auszeit.Es folgte ein weiterer Strafwurf für sein Team. Felix Mehrkens schnappte sich die Kugel und behielt die Nerven – 22:23. Doch dann folgte die umstrittene, spielentscheidende Szene. „Unabhängig vom Spielausgang. Empor ist wieder da“,meinte Klubchef Tobias Woitendorf.

Empor : L.Mehler,Wetzel–Meuser 2,Steidtmann3,L.Witte,Schütze, Schramm2,D. Mehler1,Völzke3, N.Witte,Höwt5/4,Asmussen3, Haasmann,Zboril,Mehrkens3/3.

Krefeld:Nippes,Keutmann– Schiffmann1,Woestmann,Janus1, Goerden2,Roosna,Vonnahme, Gentges3,Kuhfuss1,Liesebach, Hansen5,Zimmermann4/1,Ciupinski5,Brueren2,Jagieniak.

Siebenmeter:Empor9/7, Krefeld 3/1.

Strafminuten:Empor12,Krefeld10.