Rostocker Handballer feiern 27:17- Erfolg in Potsdam

Potsdam. Das hatte Till Wiechers vor dem Duell beim Tabellensechsten 1.VfL Potsdam nicht gedacht: „Dass wir hier mit zehn Toren Differenz gewinnen, hätte ich nicht für möglich gehalten“, gestand der Empor-Trainer nach dem 27:17 (13:9)-Erfolg der Rostocker und hatte dabei die Anfangsphase der Partie längst aus dem Gedächtnis gestrichen: „ Bei diesem Endergebnis und den überragenden 50 Minuten ist es mir egal, was zu Beginn passiert ist!“ In den ersten Minuten sah es danach aus, als hätten die Empor Handballer die klare Niederlage vom vergangenen Wochenende in Altenholz noch nicht verdaut. Die Abwehr hatte Mühe mit dem Potsdamer Kreisläufer Urios und im Angriff wurden drei „Freie“ verworfen. Anlass für Trainer Wiechers, beim 2:6 aus eigener Sicht (10.) die erste Auszeit zu nehmen. „Wir haben dann hinten auf 6:0 umgestellt“, verriet er das Erfolgsrezept für die restlichen 50 Minuten, gab aber auch zu: „Wir haben von der Verletzung von Matti Spengler profitiert. Dadurch mussten wir uns nur noch auf die Rückraumwürfe von Yannik Münchberger konzentrieren.“ Schnell wendete sich das Blatt. Und dass die Empor-Männer nun in der Abwehr kräftiger zupackten, zahlte sich auch bei der eigenen Torausbeute aus. Die zahlreichen Ballgewinne nutzten sie zu Kontern, die mit einer hundertprozentigen Quote abgeschlossen werden konnten! „Das war wieder der Schlüssel zum Erfolg. Während uns in Altenholz diese Konterstöße gefehlt hatten, ist uns hier eine sagenhafte 16:3-Serie gelungen“,spielte der Empor-Coach darauf an, dass seine Mannschaft den frühen  2:6 Rückstand in eine 18:9-Führung (38.) verwandelt hatte. Zur Pause lagen die Rostocker mit 13:9 in Front. Die Blau-Gelben sorgten dafür, dass die 20 mitgereisten Fans kaum noch aus dem Jubeln herauskamen. In der 36. Spielminute bedeuteten ein verwandelter Siebenmeter sowie zwei Kontertore gleich drei Empor Treffer innerhalb von nur 45 Sekunden. Schließlich konnte es sich Wiechers erlauben, nach einer Auszeit beim Stand von 22:14 (48.) personelle Veränderungen vorzunehmen. Nur kurzzeitig konnten die Potsdamer dass nutzen und auf 22:17 (53.) verkürzen. Die letzten fünf Treffer der Partie durften dann wieder die Rostocker bejubeln – am Ende eines schöner als das andere. Als Michael Höwt links durchgebrochen war, spielte er uneigennützig auf den „eingeflogenen“ Janos Steidtmann ab – da standen die Empor-Fans schon auf ihren Sitzen! Und sie sahen schließlich, wie sich auch Höwt noch in die Torschützenliste eintragen konnte.

1. VfL Potsdam: Jochens, Pellegrini – Jacques 1, Simic, Schwarz 1, Huntz 1, Münchberger 8/3, Boede, Urios Gonzales 3, Ende 1, Jochimsen, Winter 1, Schwark1.

HC Empor Rostock :Wetzel, L.Mehler – Meuser 1, Steidtmann 6, L. Witte 3, Schütze,Schramm1,D.Mehler2,Völzke, N. Witte 7/4, Höwt 1, Asmussen 4, Haasmann,Zboril,Mehrkens2/1.

Siebemeter:VfL3/3,Empor6/5.

Strafminuten:je6.