Rostock. Schlusslicht kontra Spitzenreiter – in der 3. Liga kommt es am Sonnabend zu dieser Konstellation. Die Handballer des DHK Flensborg empfangen den HC Empor Rostock. Ein brisantes Duell.
Lokale Rivalität:

Sechs Spieler im Kader des HC Empor spielten frühere für die SG Flensburg-Handewitt – Ortsnachbar des DHK Flensborg. „Für uns Flensburger ist DHK ein Erzrivale, aber auch für die Rostocker“, sagt Empor-Spieler Philipp Asmussen.

Sportliche Situation:

Beide Mannschaften haben noch zehn Endspiele. Empor peilt den Staffelsieg an. DHK kämpft um den Klassenverbleib. Die Formkurve könnte kaum unterschiedlicher sein: Die Rostocker, die seit dem Hinspiel Anfang Oktober (27:20) von der Tabellenspitze grüßen, haben neun der vergangenen zehn Partien gewonnen. Die Flensburger waren im gleichen Zeitraum lediglich einmal erfolgreich. Dennoch warnt Empor-Trainer Till Wiechers: „Zu Hause ist DHK deutlich stärker.“ Herausragender Akteur auf Seiten der Schleswig-Holsteiner ist Sjören Tölle – mit 153 Toren (davon 63 Siebenmeter) zweitbester Schütze der Staffel Nord. Emotionale Partie Heiß her ging es fast auf den Tag genau vor einem Jahr beim Gastspiel der Rostocker in der Idraetshalle. 20 Sekunden vor Schluss nahm der damalige DHK-Trainer Torben Walluks
(wurde im Sommer von Jens Häusler ersetzt) beim 29:24 eine Auszeit – und bewies damit wenig Fingerspitzengefühl. Auf der Pressekonferenz folgte ein verbale  Schlagabtausch. „In der zweiten
Halbzeit hat der DHK das gemacht,was er am besten kann: sich hinten reingestellt und geprügelt bis zum Ende“, meinte Wiechers. Jede Aktion gegen André Meuser und Robin Breitenfeldt sei gegen den Körper, Kopf oder Hals gegangen, aber von den Schiris nicht geahndet worden, kritisierte der Gäste-Coach. Das alles spiele inzwischen keine Rolle mehr, versichert Wiechers. Unschönes Nachspiel
Der DHK hatte in der Vorsaison den Deutschen Handballbund (DHB) eingeschaltet, da angeblich die Spielberechtigung für Ole Schramm fehlte. Empor konnte den drohenden Punktabzug abwenden, doch ein bitterer Nachgeschmack blieb.

Livestream am Sonnabend ab 19.30 Uhr
unter handball-deutschland.tv/3-liga-2