Im Heimderby gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin musste sich der HC Empor Rostock vor einer tollen Kulisse mit 23:25 (12:12) geschlagen geben. In einer ausgeglichenen Partie hätten die Rostocker den Sieg durchaus verdient gehabt, hatten jedoch nicht die nötige Portion Glück und scheiterten zu häufig am gegnerischen Gehäuse. Dementsprechend war der Rostocker Trainer Till Wiechers, trotz der Niederlage, zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Meine junge Mannschaft hat ein sehr gutes Spiel gemacht, den erfahrenen Tabellendritten richtig unter Druck gesetzt, sich aber leider nicht für die couragierte Leistung belohnt. Entscheidend war unsere Schwäche im Verwandeln der Torgelegenheiten.“

Zu Beginn der Partie konnten sich beide Mannschaften durch eine gute Deckung auszeichnen. Auf Rostocker Seite war es vor allem Torhüter Leon Mehler, der den gegnerischen Angriff ein ums andere Mal entschärfte. Empor kam mit der Zeit immer besser ins Spiel und konnte nach 14 Minuten das erste Mal durch Andre Meuser in Führung gehen (5:4). Die Führung tat der Rostocker Mannschaft gut. Zum fünften Mal kam Andre Meuser zum Torerfolg und konnte damit die Führung auf 10:7 ausbauen (23. Minute). Schwerin ließ sich von der Führung jedoch nicht entmutigen und konnte kurz vor Halbzeitpfiff den 12:12-Ausgleich erzielen.

Empor kam top motiviert aus der Halbzeitpause und schaffte es folglich durch ein hohes Tempo wieder auf drei Tore davon zu ziehen. Bis zur 52. Minute konnte die Mannschaft rund um Rückraumspieler Robin Breitenfeldt die Führung von drei Toren halten. Dann stellte Schwerins Trainer Mannhard Bech die Deckung um. Schwerin agierte in der Phase des Spiels nun offensiver in der Deckung, zudem kam für Schwerin der ehemalige Empor-Torhüter aufs Feld. Das Team von Trainer Till Wiechers fand nicht die optimale Lösung auf diese Umstellung und hatte vor allem im Torabschluss einige Male Pech, da der Ball wiederholt am Gehäuse des Schweriner Tors landete.  Schwerin nutzte die Chance und konnte in der entscheidenden Phase des Spiels, wenn auch nicht ganz verdient, die Partie für sich entscheiden.

Statistik

HC Empor: L. Mehler, Jöhnck – Meuser 6, Witte 1, Iliopoulos, Schramm, D. Mehler, Völzke, Zboril, Mehrkens 1/1, Lux 5, Breitenfeldt 6, Lehwald, Porath 4/1.

Stiere Schwerin: Heinemann, Kominek – Curcic 6, Pedersen 5/1, Grämke, Prothmann 2, Larisch, Marangko 1, Evangelidis 3, Zufelde 3, Aust, Passias 2, Calvert 3, Pärt.

Siebenmeter: 6, 12.

Strafminuten: 2/2, 2/1.