Der 18-Jährige hat 2019 viel vor – sportlich und beruflich

Rostock. Nachdem anstrengenden, aber überaus erfolgreichen Jahresabschluss stand Dennis Mehler nicht der Sinn nach großen Partys. Der 18 Jahre alte Kreisläufer des Handball-Drittligisten HC Empor Rostock feierte in gemütlicher Familienrunde ins neue Jahr. Der Grund: Am zweiten Weihnachtsfeiertag machte sich Mehler auf den Weg ins Saarland. Am 30.Dezember kehrte er vom traditionsreichen Sparkassen Cup aus Merzig zurück. Dort bestritt er seine ersten Länderspiele in der U19–mit Erfolg! Das Team von Jugend-Bundestrainer Erik Wudtke sicherte sich dank einer beeindruckenden Leistungssteigerung den Turniersieg. Nach der Auftaktniederlage gegen Tschechien (22:24)landete die DHB-Auswahl einen Kantersieg nach dem anderen. Im Halbfinale ließ das Wudtke Team Dänemark beim 44:26 nicht den Hauch einer Chance. Im Endspiel revanchierte sich die Mannschaft für die Niederlage in der Gruppenphase und zeigte den Tschechen beim 41:23 die Grenzen auf. Zuvor hatte die DHB-Auswahl bereits Finnland (29:8) und die Schweiz (37:16) deklassiert. Dennis Mehler kam in allen Spielen zum Einsatz. Die Frage, wie viele Tore er erzielt hat, konnte er nicht beantworten.„ Die habe ich nicht mitgezählt. Tore sind für mich nicht das Wichtigste. Der Erfolg der Mannschaft steht im Vordergrund“, begründet er. Bundestrainer Wudtke war mit dem Turnierverlauf zufrieden: „ Die Jungs haben die richtigen Lehren aus dem ersten Spiel gegen die Tschechen gezogen und es dieses Mal deutlich besser gemacht“, sagte er. „Besonders mit der beweglichen Abwehr bin ich zufrieden. Auch das Tempo- und Umschaltspiel ist uns im Turnierverlauf immer besser gelungen. Letztendlich haben sich meine Spieler für ihre Leistungssteigerung selbst belohnt.“ Sein Auswahl-Debüt feierte Dennis Mehler im Sommer mit der U 16. Doch eine schwere Verletzung warf den gebürtigen Neubrandenburger zurück. Nach fast ein jähriger Zwangspause feierte der Bruder von Empor-Torhüter Leon Mehler (19, EM-Bronzemedaillengewinner mit der U20) vor fast einem Jahr im         Drittliga-Heimspiel gegen den VfL Fredenbeck (30:24)  seine Rückkehr aufs Handballfeld. Empor-Trainer Till Wiechers ist stolz darauf, dass sein Schützling in den illustren Auswahlkreis berufen wurde. „Dennis hat im vergangenen halben Jahr einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht“, lobt der Coach. Vor allem beim 32:30-Heimerfolg gegen Magdeburg II sei der junge Kreisläufer„ richtig stark“ gewesen , meint der Coach, fügt aber prompt hinzu: „ Er ist unser Jüngster und hat noch sehr viel zu lernen. Reserven sieht Dennis Mehler, dessen Vorbild Nationalspieler Patrick Wiencek vom THW  Kiel ist, vor allem im Abwehrspiel. „Aufgrund meiner Größe bin ich ja nicht der Schnellste“, räumt er ein. Tipps, wie er es besser machen kann, bekommt der Hüne vor allem von den erfahrenen Spielern wie Tim Völzke (29) und Robert Wetzel(28). Nach den schweren Verletzungen von Abwehrchef Stefan Wilhelm und Torjäger Robin Breitenfeldt bekommt Dennis Mehler mehr Einsatzzeiten.„ Das ist total bitter für die bei den .Die Ausfälle müssen wir als Mannschaft kompensieren“, meint Mehler, der im doppelten Sinne auf ein erfolgreiches neues Jahr hofft. Er absolviert beim Unternehmen Ligna in Elmenhorst eine Ausbildung zum Tischler. Im Sommer stehen die Abschlussprüfungen an. Zuvor möchte er mit Empor an die überaus erfolgreiche Hinrunde anknüpfen. Die Rostocker ,die am Montag wieder ins Training einsteigen, sind Spitzenreiter. Am 27. Januar starten sie gegen den HSV Hannover ins Restprogramm. Für Dennis Mehler ist das Ziel klar: „Das Spiel wollen wir gewinnen und damit unsere Serie fortsetzen.“