Empor-Handballer starten am Sonntag in die Rückrunde
Rostock. Ambitionierte Ziele und jede Menge Leidenschaft: Zwischen der Handball-Nationalmannschaft und dem Drittliga- Spitzenreiter HC Empor Rostock gibt es durchaus Parallelen. Beide Teams stehen für „mitreißenden, begeisternden Sport und sorgen für eine hohe Identifikation“, meint Empor-Klubchef Tobias Woitendorf. Während es für die DHB-Auswahl zum Abschluss der WM um Bronze geht, starten die Rostocker am Sonntag gegen den HSV Hannover (15.30 Uhr) ins 13-teilige Restprogramm. Nach der Partie war Public Viewing in der Ospa- Arena geplant. Doch die Übertragung des Endspiels fällt nach
der gestrigen Niederlage der deutschen Auswahl aus. Auch wenn der große Wurf nicht gelang: Die Handball-Euphorie ist in ganz Deutschland zu spüren. „Das ist genial“, schwärmt Empor-Trainer Till Wiechers. Ein Hauch von WM wird am Sonntag auch die Ospa-Arena streifen. Darauf hofft zumindest Klubchef Woitendorf. Frei nach dem Motto: Steht auf, wenn ihr in Unterzahl seid, sollen sich die Fans
nach Zeitstrafen für das Heimteam von ihren Plätzen erheben. „So wie bei der WM. Das wäre schön, wenn wir das auch hinkriegen würden“, meint der 43-Jährige. Trainer Wiechers nutzte die fünfwöchige
Punktspielpause, um das Tempo weiter zu forcieren und die Mannschaft weiterzuentwickeln. Die Truppe scheint gerüstet. Empor gewann das einzige Testspiel gegen den Zweitligisten HSV Hamburg mit 29:28.
Nun kommt der HSV Hannover. „Das ist eine erfahrene und clevere Mannschaft“, warnt Wiechers. Die Niedersachsen spielen ihre Angriffe geduldig aus. „Da müssen wir sehr lange konzentriert bleiben“, fordert der 35-jährige Coach, der sich gern an das Hinspiel erinnert. Die Rostocker feierten Anfang September in Hannover einen 33:25-Kantersieg und präsentierten sich dabei als Einheit – so wie die Nationalspieler.