Rostocker siegen in Braunschweig mit 26:24 Braunschweig/Rostock.

Noch ein Sieg und der Traum von den Aufstiegsspielen ist Realität: Mit einem Kraftakt haben die Drittliga-Handballer des HC Empor Rostock am Sonnabend die schwere Auswärtshürde beim MTV Braunschweig genommen. In einer umkämpften Partie setzten sie sich vor 1030 Zuschauern mit 26:24 (13:13) durch. Entsprechend groß war der Jubel nach dem Abpfiff. Fast 60 Minuten wandelten die Ostseestädter auf einem schmalen Grat, bevor Philipp Asmussen sein Team 18 Sekunden vor Ultimo mit dem 26:24 erlöste. Die Gäste krönten damit einen 7:2-Lauf in den letzten elf Minuten. „ Was wir in dieser Phase gespielt haben, war überragend“, befand Tim Völzke, der zugab: „Wir mussten über unsere Schmerzgrenze gehen .“ Nach wechselnden knappen Führungen lagen die Rostocker gut zehn Minuten vor dem Abpfiff mit 19:22 im Hintertreffen. Trainer Till Wiechers reagierte mit einer Auszeit – und brachte seine Sieben wieder in die Spur. Seine Erklärung: „Wir hatten in dieser Saison schon viele kritische Situationen, aus denen wir uns befreit haben. Das haben die Spieler inzwischen offensichtlich im Hinterkopf gespeichert .“ Sei’s drum. Wie Empor auch in Braunschweig den Kopf aus der Schlinge zog , nötigte Respekt ab. Dabei mussten die Gäste eine Antwort auf die durch weg offensive Abwehr der Einheimischen finden. Das taten sie, in dem sie immer wieder versuchten, die gegnerische Deckung im Eins gegen-eins auszuhebeln. Die Folge: elf Siebenmeter für die Wiechers-Truppe, die neun der Chancen vom Punkt nutzte . Die Enttäuschung beim Gegner war danach greifbar. Der MTV hatte sich viel vorgenommen, war bis in die Haarspitzen motiviert. Doch Empor hielt dagegen, konnte sich einmal mehr u.a. auf ein starkes Torhüter-Duo mit Robert Wetzel und Leon Mehler–er kam in den letzten elf Minuten–verlassen. Einmal müssen die Rostocker noch gewinnen–dann stehen die Aufstiegsspiele gegen die HSG Krefeld an. Zuvor gilt es am kommenden Sonnabend (19 Uhr, Ospa-Arena), gegen den Tabellenzehnten Handball Hannover Burgwedel (HHB) den 15. Sieg im 15. Heimspiel einzufahren. Tim Völzke warnt vor einem Selbstläufer: „Wir dürfen Burgwedel auf keinen Fall unterschätzen.“

Braunschweig: Panzer, Krka–Geier 4, Sowa, Steinscherer, Ranogajec 3, Karaula 6, Alex 1,Wolters, Krause 3, Nikolayzik 2,Giese 5,Berthold.

Rostock: Wetzel, L.Mehler–Meuser 1, Steidtmann 1, L. Witte 2, Schütze, Schramm 1, D. Mehler 1, Völzke 5, N. Witte 10/8, Höwt, Asmussen 3, Haasmann 1,Zboril,Mehrkens 1/1.

Siebenmeter: MTV 3/2, Empor 11/9.

Strafminuten: je 6.