Am Samstagabend verlor die 3.Liga-Mannschaft des HC Empor Rostock unglücklich und teils unnötig beim Oranienburger HC mit 20:21 (8:14). Während die Abwehr der Rostocker vielleicht eine ihrer besten Saisonleistungen zeigte, konnten im Angriff, vor allem zu Beginn des Spiels nicht die nötigen Akzente gesetzt werden. Immer wieder liefen die Rostocker einem Rückstand von teilweise 7 Toren hinterher und es schien so, als würde sich das Spiel klar zugunsten der Oranienburger entscheiden. Jedoch bewies die Mannschaft von Trainer Till Wiechers sehr viel Moral und kämpfte sich zum Ende auf 20:21 ran, konnten den Ausgleich aber nicht mehr erzielen.

Gegen einen heimstarken Gastgeber kamen die Mannen zu Beginn der Partie nicht richtig ins Spiel und wirkten im Angriff ein wenig unkonzentriert. Nach 6 Minuten stand es, auch Dank der guten Abwehrleistung beider Mannschaften, 2:2. Dann aber enteilte die Oranienburger Mannschaft das erste Mal auf 6:2, da sie durch Balleroberungen in der Abwehr zu leichten Gegenstößen kam. Früh in der Partie nahm der Rostocker Trainer Till Wiechers eine Auszeit. Trotzdem konnte Oranienburg seine Führung nach 21 Minuten auf 11:5 ausbauen. Es folgte die zweite Empor-Auszeit. In Folge der Auszeit kam man zwar auf 3 Tore auf 8:11 (26. Minute) ran, aber wieder konnte der OHC Fehler der Rostocker im Angriff nutzen und ging mit einer 14:8 Führung in die Halbzeitpause.

Auch anfangs der 2. Halbzeit war aus Sicht von Empor keine Besserung in Sicht, so dass man nach 36 Minuten sogar mit 10:17 hinten lag. Spätestens jetzt waren sich die Zuschauer in der ausverkauften MBS-Arena sicher, dass dies ein souveräner Sieg für den Oranienburger HC wird. Dem sollte aber nicht so sein. Anstatt die Köpfe hängen zu lassen, verkürzte Rostock durch einen 7:1-Lauf auf 17:18 und 7 Minuten vor Schluss schien das Momentum auf Seiten der Rostocker zu liegen. Der OHC fing sich aber wieder, konnte sogar abermals seine Führung ausbauen und zog auf 21:17 davon. Empor gab die letzten 4 Minuten alles und konnte nochmal auf 20:21 verkürzen. Nur noch rund 30 Sekunden zu spielen und auf einmal war ein Punktgewinn wieder möglich. Doch trotz einer offenen Manndeckung kam Rostock erst 2 Sekunden vor Schluss an den Ball, so dass man das Spiel am Ende trotz der starken Abwehrleistung verlor.

Der Rostocker Trainer Till Wiechers war nach dem Spiel zwiegespalten: „Sicherlich haben wir eine starke Leistung, tollen Teamgeist und eine herausragende Abwehr gezeigt, allerdings die ersten 20 Minuten auch nicht die allerletzte Konsequenz gezeigt. Dadurch gerieten wir in Rückstand und konnten ihn trotz toller Moral in der zweiten Halbzeit nicht aufholen. Trotz aller positiven Entwicklung der Mannschaft brauchen wir aktuell einfach Punkte. Da gibt es auch keine Ausreden mehr. So ist das im Profi-Sport.“

Statistik:

Oranienburger HC: Herold, Szabo – Genilke 1, Herz 2, Dömeland 9/5, Wertz, Schindel, Müller 2, Kehl, Scharge 1, Kleinert, Ökzüz 1, Sauß 5, Kohnagel.

HC Empor: L. Mehler, Jöhnck – Meuser 1, Witte 2, Iliopoulos 1, Schramm, D. Mehler, Höwt 4, Prüter 1, Mehrkens, Lux, Breitenfeldt 5/2, Porath 6.

Siebenmeter: OHC 7/5, HCE 3/2.

Strafminuten: OHC 12 inkl. Rot gegen Özüz nach 3. Zeitstrafe (51.), HCE 6.