Der Sturzflug des HC Empor hält an. Am Sonnabend unterlagen die Rostocker Drittliga-Handballer im letzten Spiel des Jahres vor 220 Zuschauern bei der Bundesliga-Reserve des TSV Hannover-Burgdorf mit 22:33 (9:16). Damit blieben sie im zehnten Spiel in Folge ohne Doppelpunktgewinn und kassierten erstmals in dieser Saison eine Klatsche. Mit 8:18 Punkten behaupten sie aber weiter Rang 13, den ersten Nichtabstiegsplatz.

Im Gegensatz zur vorangegangenen Heimpartie gegen die HF Springe (28:31) fanden die Ostseestädter nicht in die Partie. Nach nur neun Minuten stand es 6:1 für die Hausherren, wenig später 12:3 (19.). „Wir haben in der Anfangsphase zu viele Fehler im Angriff gemacht, die Hannover gnadenlos genutzt hat“, ärgerte sich Empor-Trainer Till Wiechers. Und: „Wenn wir frühzeitig mit fünf Toren hinten liegen, haben wir einfach nicht das Selbstbewusstsein, um ein solches Spiel noch zu drehen.“

Hinzu kam, dass die Rostocker die Partie mit mehreren angeschlagenen Akteuren – darunter der zuletzt überragende Robin Breitenfeldt – bestreiten mussten. So lag die Hauptlast in der Offensive auf den Schultern von André Meuser, der mit seinen acht Treffern jedoch allein auf weiter Flur stand. Dennoch verkürzten die Gäste den Rückstand mehrfach auf fünf Tore – zuletzt beim 15:20 (45.).

Zu mehr reichte es nicht, weil erneut deutlich wurde, dass der junge Kader schnell verstärkt werden muss – ansonsten droht der Absturz in die vierte Liga. Die angespannte sportliche Situation wird sicherlich auch Thema auf der heutigen Mitgliederversammlung sein. Wiechers weiß ebenfalls um die Problematik. „Die Suche nach Verstärkung ist sicher schwierig, aber unbedingt notwendig“, meint der 34-Jährige.

Nach einer kurzen Pause zwischen den Feiertagen ruft der Coach seine Schützlinge am 2. Januar wieder zum Training. Bereits fünf Tage später steht das letzte Spiel der Rückrunde an. Dann tritt der HC Empor im ewig jungen Derby bei den Mecklenburger Stieren in Schwerin an – erneut als krasser Außenseiter.

Statisitk:

TSV Burgdorf II: Ullrich, Wilde – Krenke, Thiele 4, Koch 1, Krone 3, Dräger 3, Marx 3, Donker 5, Diebel 2, Schröter, Feise 3, Hoffmann 5/2, Büchner 3.

HC Empor: Mehler, Jöhnck 1 – Goldschmidt 1, Meuser 8, Witte, Iliopoulos, Höwt 4/1, Prüter, Haasmann 2, Zboril, Mehrkens 1, Lux, Breitenfeldt 2, J. Porath 3/1.

Siebenmeter: TSV 2/2, HCE 3/2.

Strafminuten: TSV 8, HCE 4.

Burkhard Ehlers

(Ostsee-Zeitung)