Verein
Wechselvolle Geschichte der 1. Männermannschaft des HCE
Seit mehr als 50 Jahren ist Empor Rostock die Adresse für Handball in der Hansestadt.
Der Verein zählt heute ca. 250 Mitglieder und stellt 190 aktive Spieler auf. Sechs Trainer und weitere ehrenamtliche Betreuer für alle Spielklassen bemühen sich um die Männermannschaften, Jugendmannschaften.
Schon 1946 hatte sich in Rostock eine Handballmannschaft gefunden, die kaum von anderen zu schlagen war. Bis 1957 wurde die Mannschaft der Männer fünf Mal hintereinander DDR-Meister, vier Mal in der Halle und 1955 auf dem Großfeld. Am 1. April 1956 trat die 1. Männermannschaft von Motor Rostock im Interesse der Leistungsentwicklung des Handballs in der Hansestadt zum SC Empor über. Damit schlug die Geburtsstunde für den Männerhandball unter dem Namen “Empor”.
Rostocks Handballer holten in ihren besten Zeiten Pokale und Medaillen bei Weltmeisterschaften, Olympischen Spielen, DDR-Titelkämpfen, Europapokalauftritten und verschiedenen Turnieren. Empor Rostock war die erfolgreichste Pokalmannschaft der DDR. Nach dem achten Meistertitel, den die Mannschaft 1978 holte, brach für sie auch international eine sehr erfolgreiche Zeit an, die mit dem Europapokalfinale endete. Das Endspiel um die Europameisterschaft für Vereinsmannschaften 1982 gegen Honved Budapest in der Sport- und Kongresshalle Rostock mit über 4 000 Zuschauern war ein dramatisches Spiel, das den Rostocker Handballern den größten Triumph in der Vereinsgeschichte einbrachte.
Nach der politischen Wende gingen viele Spieler in die alten Bundesländer. So musste ein Neuanfang gestartet werden, um das Verbleiben in der 1. Bundesliga zu sichern. Es wurden Sponsoren gesucht und ausländische Spieler eingekauft. Viele Verletzungen machten dem Verein zu schaffen. Spielten sie 1991/92 noch in der Bundesliga Staffel Nord, so war der Abstieg der Mannschaft in der nächsten Saison 1992/93 nicht mehr aufzuhalten.
Die finanzielle Situation des SC Empor verschärfte sich so entschieden, dass sich am 25.02.1999 die Handballabteilung aus dem Stammverein herauslöste und sich als eigenständiger Verein HC Empor Rostock e. V. gründete. Ziel war es, die leistungssportlichen Bedingungen für die Handballer zu ermöglichen und die Nachwuchsarbeit zu sichern. Auch sollte die Tradition des SC Empor Rostock weitergeführt sowie eine wirtschaftliche Gesundung erreicht werden. Das konnte jedoch den Abstieg in die Regionalliga in der Saison 2002/03 nicht verhindern.
Nach zwei Jahren gelang der Mannschaft 2005 zur Freude des durch hochklassigen Handball verwöhnten Rostocker Publikums der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.




