Die Handballgemeinschaft Hamburg-Barmbek (HGHB) entstand 1984, als sich die Handball-Abteilungen des HSV Barmbek-Uhlenhorst und des SC Urania Hamburg zusammenschlossen. Zunächst wurde unter dem Namen SG BU/Urania gespielt. Später kamen die Handballsparten des USV Paloma und des VfL 93 Hamburg hinzu und komplettierten die heutige HG Hamburg-Barmbek. Insgesamt meldet die HGHB aktuell acht Männer-, drei Frauen- und zahlreiche Jugendmannschaften für den Spielbetrieb.

Die HGHB spielt ihre erste Saison in der 3. Liga, nachdem sie zuvor mehrere Rekorde gebrochen hat. In der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein stellten die Barmbeker in der vergangenen Spielzeit mit 51:1 Punkten eine neue Bestmarke auf. Nie zuvor war es einem Oberliga-Team gelungen, eine ganze Saison ungeschlagen zu bleiben. Dass die HGHB auch Hamburger Pokalsieger werden würde, war zu erwarten, denn im Endspiel wartete die eigene Zweitvertretung. Ein 34:25 brachte den vierten Pokalsieg in Folge – auch das gab es noch nie.

Die Entscheidung, in der 3. Liga anzutreten, haben sich die Verantwortlichen der HGHB nicht leichtgemacht. Das Team um Präsidentin Christiane Meins und den Sportlichen Leiter Jürgen Hitsch war sich stets darüber einig, dass dieser Schritt nur Sinn macht, wenn er nachhaltig ist und mit einer gesicherten Finanzierung und Organisationsstruktur gegangen werden kann. Beides wurde schließlich positiv beschieden, so dass die Mannschaft jetzt die Früchte ihrer tollen Saison 2016/2017 ernten kann. Übrigens: Ein nicht alltäglicher Trikotsponsor ist ein italienischer Sportwagen-Hersteller der Premiumklasse. Eine Nummer kleiner läuft ein Crowdfunding, mit dem die HGHB einen Teil ihres für die 3. Liga benötigten Etats decken möchte – erstes Ziel waren 15.000 Euro.

Mittlerweile ist das Team von Trainer Holger Bockelmann sportlich in der 3. Liga angekommen. Nach einem holprigen Auftakt mit 0:6 Punkten und der 16:32-Heimklatsche gegen den „großen“ Ortsrivalen Handball Sport Verein Hamburg wurden mittlerweile auch drei Siege gefeiert, u.a. gegen die SG Flensburg-Handewitt II (35:33) und – noch bemerkenswerter – beim Oranienburger HC (26:23).

Die HG Hamburg-Barmbek ist mit mehreren Neuzugängen in die Drittliga-Saison gegangen. Mit dem 30-jährigen Christoph Wischniewski, der vom VfL Bad Schwartau kam, wird sich ein guter alter Bekannter in der Ospa Arena vorstellen. Der Linkshänder trug 2012 und 2013 für 17 Monate das Trikot der HC Empor. Neu in den Reihen der Barmbeker sind auch Torhüter Florian Knust (28/SV Beckdorf), Timon Kaminski (19/kam vom TSV Altenholz), Nico Dehling (19/HSG Nord/Henstedt-Ulzburg), Jonas Deelmann (20/TuS Lübeck) und Tim Siebert (20/HSV Hamburg). „Wir haben alle Zugänge mit Bedacht ausgewählt. Ich bin davon überzeugt, die Klasse mit dem Kader halten zu können“, gibt sich Trainer Bockelmann optimistisch.