Der Turn- und Sportverein Altenholz von 1948 hat rund 3500 Mitglieder. Gegründet wurde er am 21. Mai 1948. Heute bietet er neben Handball auch Badminton, Fußball, Gymnastik, Judo, Karate, Leichtathletik, Schwimmen, Tanzen, Tennis, Tischtennis, Turnen und Volleyball an. Überregional bekannt wurde der TSV vor allem durch seine Handballabteilung. Der bislang größte Erfolg gelang 1975 mit dem Aufstieg in die Bundesliga, aus der man jedoch ein Jahr später wieder abstieg. 1981 rutschte der Verein vorübergehend wieder in die Drittklassigkeit ab.

Bereits ein Jahr später gelang die Rückkehr in die damals zweigleisige 2. Bundesliga. 1984/85 folgte der erneute Abstieg. Von 1995 bis 2011 spielte der TSV Altenholz dann durchgängig in der 2. Liga. Er rettete sich mehrfach nur knapp vor dem Abstieg und landete zumeist auf hinteren Tabellenrängen. Doch 2003/04 und 2004/05 gelangen mit dem siebenten bzw. sechsten Platz auch Platzierungen in vorderen Tabellenregionen.

Nach insgesamt 21 Spielzeiten in der 2. Bundesliga belegen die Rand-Kieler in deren „ewiger Tabelle“ den 18. Platz von bislang 166 Zweitligisten. Darüber hinaus sind die TSV-Handballer an mehreren Rekorden beteiligt. So gelangen beim 51:30-Heimsieg über den VfL Fredenbeck in der Saison 2004/05 die meisten Tore, die je ein Handball-Zweitligist in einem Spiel warf. Zugleich war diese Begegnung die zweittorreichste Partie und der zweithöchste Sieg in der Geschichte der Liga.

Nachdem der TSV Altenholz in der Spielzeit 2007/08 lediglich durch eine Entscheidung am grünen Tisch in der 2. Liga verblieb, wurde die Qualifikation für die eingleisige 2. Liga 2011 verpasst. Es folgten noch einmal Auf- und Abstieg, doch seit 2014 spielen die Altenholzer in der 3. Liga. Die beendeten sie in der vergangenen Saison auf dem ersten Platz, verzichteten jedoch auf den Aufstieg.

Im Sommer 2015 gründeten der TSV Altenholz und die THW Kiel Nachwuchsleistungshandball GmbH eine gemeinsame GmbH namens „Team Handball Altenholz“ und setzten damit neue Maßstäbe im Handball. Was früher schon häufiger durch eine Kooperation auf der sportlichen Seite durch das Zweifachspielrecht stattfand, findet jetzt auch im wirtschaftlichen Bereich statt. „Es ist ein wichtiges Zeichen an alle jungen talentierten Handballer, dass die beiden leistungsstärksten Vereine der Region jetzt an einem Strang ziehen. Wir freuen uns, dass wir Deutschlands Handball-Nummer Eins an unserer Seite haben, damit wir den Spielern eine Top-Ausbildung auf höchstem Niveau geben können“, freut sich Matthias Fehrke, Geschäftsführer der Team Handball Altenholz GmbH.

In der Vergangenheit hat der aktuelle Tabellenzweite namhafte Akteure hervorgebracht. Dazu zählen u.a. die Nationalspieler Rune Dahmke und Sebastian Preiß, Torhüter Dennis Klockmann oder aber Alexander Bommes, 2005/06 Rekordtorjäger der 2. Liga und jetzt prominenter NDR-Moderator. Am Sonntag gilt es für unsere Jungs aber, gegen den aktuellen Kader des Favoriten zu bestehen. Bei der 24:28-Niederlage im Hinspiel gelang das recht ordentlich.

Burkhard Ehlers