Der Handball-Drittligist wird für die Saison 2020/2021 weitestgehend auf seinen bisherigen Kader zurückgreifen und ein eingespieltes Team ins Rennen um den Aufstieg in die 2. Bun­desliga schicken. Die konkreten Planungen für den Neustart der 3. Liga sind vom Deutschen Handballbund jetzt veröffentlicht worden. Danach tritt Empor in der Nordost-Staffel an; der Spielbetrieb startet verspätet am 3./4. Oktober 2020.

Neuzugänge präsentiert der Traditionsverein (noch) nicht, lediglich zwei Abgänge hat das Team von Cheftrainer Till Wiechers zu verzeichnen. So verlassen Fabian Haasmann (Stralsunder HV) und Felix Mehrkens (leistungssportliche Laufbahn beendet) die erste Mannschaft des HC Empor, der mit einem Kader von voraussichtlich 17 Spielern in die neue Spielzeit geht. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Verbleib von Dimitri Mitrea. Der 20-Jährige wartet noch auf die Zusage seines Wunsch-Studienplatzes an der Universität Ros­tock.

Mit den genesenen ehemaligen Langzeitverletzten Janos Steidtmann, Jonas Ottsen und Nick Witte kehren drei absolute Leistungsträger zurück ins Team. Alle drei fehlten ein Großteil der letzten Saison. Fast könnte man von Neuzugängen sprechen – allerdings mit dem Vorteil, dass sie nicht mehr in die Mannschaft integriert werden müssen.

Alle Positionen im Team der Rostocker sind doppelt besetzt; auf der Mitte und am Kreis sogar dreifach. Neuzugänge kommen nur dann in Betracht, wenn aufgrund von schwer wiegenden Verletzungen längere Ausfälle zu verkraften sind oder sich auf dem Transfermarkt eine gute Gelegenheit ergeben sollte.

Wie der Deutsche Handballbund (DHB) am 19. Juli 2020 verlauten ließ, wird sich Empor in der Saison 2020/21 mit 17 weiteren Teams in der Staffel Nord-Ost der 3. Handball-Bundesliga messen. Dabei kommt es zu interessanten MV-Derbys mit den Mecklenburger Stieren Schwerin und mit dem Aufsteiger Stralsunder HV sowie zu herausfordernden Aufeinandertreffen mit ebenfalls ambitionierten Teams wie Eintracht Hildesheim oder dem 1. VfL Potsdam. Das Saisonziel formuliert Vereinschef Tobias Woitendorf so: „Der Blick geht ganz klar nach oben. Nach zwei knapp denkbar knapp verpassten Aufstiegen läge es nahe zu sagen, aller guten Dinge sind drei. Aber man sollte nicht vergessen, dass auch andere Vereine hohe Ziele haben. Erfolge müssen gut vorbereitet werden, können aber nicht geplant werden. Mit Empor wird zu rechnen sein.“ Zur Staffeleinteilung mit 18 Mannschaften in der Nordost-Liga meint Woitendorf: „Nach allen Planspielen mit kleineren Staffeln und Ausscheidungsrunden ist dies auf den ersten Blick mehr Normalität als manch einer vermutet hat. Klar ist damit aber auch, dass es eine lange Saison in einer hochklassigen Liga wird, die der Mannschaft und dem Team drum herum alles abverlangen wird.“

Till Wiechers formuliert es so: „Die Liga ist die brutalste, wahrscheinlich stärkste und auf jeden Fall herausforderndste, die ich bisher erlebt habe. Was aber auch so groß ist wie noch nie, ist meine Vorfreude– auf die Derbys sowie die vielen starken Gegner. Und vor allem, dass wir endlich wieder das machen können, was wir lieben. Am meisten hoffe ich, dass wir möglichst auch bald wieder mit unseren tollen Fans zusammen kommen können

Die wirtschaftliche Lage des Vereins bezeichnete Tobias Woitendorf dank staatlicher Hilfen und der größtenteils stabilen Unterstützung von Sponsoren und Partnern aktuell als solide. „In Verbindung mit Corona bleiben aber einige Fragezeichen rund um den Saisonverlauf und den Ablauf von Spielen vor Publikum.“ Empor hofft, Heimspiele in der Ospa-Arena und in der Stadthalle vor möglichst großem Publikum austragen zu können.

Der Kader des HC Empor Rostock im Überblick:

1 Robert Wetzel (TW), 12 Leon Mehler (TW), 6 Janos Steidtmann (RA), 7 Leon Witte (RM), 8 Jonas Ottsen (RL), 10 Stefan Wilhelm (KM), 11 Maximilian Schütze (KM), 14 Dennis Mehler (KM), 15 Tim Völzke (RL), 17 Nick Witte (LA), 20 Philip Asmussen (RR), 34 Per Oke Kohnagel (RM), 24 Jakub Zboril (LA), 25 Jaris Tobeler (RA), 31 Dimitri Mitrea (RR), 33 Robin Breitenfeld (RM), 41 Ole Diringer (RR), Trainer Till Wiechers

Abgänge: Felix Mehrkens (leistungssportliche Laufbahn beendet), Fabian Haasmann (Stralsunder HV)

Zugänge: (noch) keine