So lautet das Credo von Heiko Schütze, im Vorstand des HC Empor Rostock verantwortlich für den Nachwuchsbereich mit seinen 140 Kindern und Jugendlichen, betreut von 17 Übungsleitern.

Die Bedeutung des Handballs in der Hansestadt Rostock hat eine lange Tradition. Viele erfolgreiche Handballer bis hin zu Nationalspielern sind aus dieser Entwicklung hervorgegangen. Neben der sozialen Bedeutung mit der Aktivität in einem Sportverein geht es natürlich immer auch darum, Spieler für die erste Männermannschaft zu entwickeln. „Dafür gilt es, eine Pyramide aufzubauen, mit vielen Nachwuchsmannschaften, beginnend im Grundschulbereich, um tatsächlich die Talente herauszufinden und individuell weiter zu entwickeln. Dafür ist ein langer Atem und ein vielfältiges Engagement erforderlich“, so Heiko Schütze.

Mit Tristan Staat gibt es einen hauptamtlichen Koordinator im Nachwuchs. „Wir schaffen Strukturen, brauchen die Unterstützung der Sponsoren und versuchen mit unserem Know how den Rahmen zu schaffen, dass der Nachwuchs mit viel Spaß und Leidenschaft für den Handball dabei ist und auch erfolgreich den Verein im Wettbewerb vertritt. Wir sind das Leistungszentrum in Mecklenburg-Vorpommern.“

15 Nachwuchsmannschaften sind im Spielbetrieb, da ist unheimlich viel Organisation, Logistik und Engagement erforderlich. Ohne die Unterstützung der Eltern ist das nicht leistbar. „Wenn am Montag nach einem Sieg der Empormänner am Nachmittag das Leuchten in den Augen der Kinder zu sehen ist, dann motiviert das nochmals“, gibt Tristan Staat zu. Er kommt im Übrigen aus der Magdeburger Handballschule und bringt sehr viel Wissen und Erfahrung mit.

Die Mannschaften sind in Trainingsgruppen zusammengefasst und belegen 28 Trainingseinheiten pro Woche plus 9 Einheiten im Frühtraining. Dahinter steht ein enormer Aufwand für den Verein. Dazu gehören auch die zweite und dritte Männermannschaft. Sie sind  wichtig gerade für viele Jugendliche, die nicht gleich den Anschluss an das Profiteam schaffen. Bestes Beispiel ist Paul Ernst Uhl (19 Jahre), der wegen Verletzungen auf der Torwartposition ausgeholfen hat und dabei überragend die Lücke neben Robert Wetzel gefüllt hat.

Maximilian Schütze, Leon und Dennis Mehler und auch Robert Wetzel haben ihre Wurzeln ebenfalls im Nachwuchs des HC Empor.

Man darf gespannt sein, welche weiteren Talente den Sprung nach ganz oben schaffen und in einer vollen Stadthalle sich feiern lassen dürfen wie nach dem Sieg gegen Gummersbach. Auf jeden Fall wird an einem langfristigen Fundament engagiert und erfolgreich gearbeitet.