Vier Spiele, vier Siege: Die A-Jugend-Handballer des HC Empor Rostock sind in die Bundesliga aufgestiegen. Das Team von Trainer Tristan Staat bezwang zum Auftakt Gastgeber LHC Cottbus mit 17:14 und legte gegen Narva Berlin (26:14), HKUF Harrislee (20:13) und den VfL Bad Schwartau (19:17) nach.

Nach dem Sieg im letzten Turnierspiel gab es kein Halten mehr. Die A-Jugend-Handballer des HC Empor Rostock sprangen vor Freude im Kreis und jubelten wenige Minuten später auch vor der Cottbuser Lausitz-Arena. „Bundesliga, Bundesliga – hey, hey“, sangen sie und hüpften dabei.

Den Sprung in die Königsklasse machten die Hansestädter, die sich eine Woche zuvor mit einem 24:23-Erfolg im Landesausscheid gegen die Mecklenburger Stiere für das Turnier in Cottbus qualifiziert hatten, im letzten Duell gegen den VfL Bad Schwartau (19:17) perfekt. Die Rostocker, die sich gegen die Schleswig-Holsteiner sogar eine klare Niederlage mit sechs Toren Differenz hätten erlauben können, wandelten innerhalb von fünf Minuten einen 2:3-Rückstand (5.) in eine 8:3-Führung um und kontrollierten fortan das Geschehen. Erst als der HCE-Coach in der Schlussphase „die Wechselmaschinerie anschmiss“, gelang den Schleswig-Holsteinern noch Ergebniskosmetik.

„Ich bin echt stolz, das haben die Jungs richtig gut und souverän gemacht“, freute sich Tristan Staat, der auf den erkrankten Matti Häfner verzichten musste. Seine Mannschaft habe im gesamten Turnierverlauf „sehr diszipliniert gespielt und nur wenige Fehler gemacht“.

Auch Klubchef Tobias Woitendorf, der aus Wien kommend Zwischenstation in der Lausitz machte, war angetan. „Die spielerische Entwicklung ist beeindruckend. Das hat man schon im Spiel gegen Schwerin gesehen“, lobte der Vorstandsvorsitzende.

Den zweiten Aufstiegsplatz sicherte sich der ausrichtende LHC Cottbus. Die Lausitzer verbuchten im entscheidenden Spiel gegen den mit zwei Siegen ins Turnier gestarteten VfL Bad Schwartau einen 24:13-Kantersieg.

Saisonstart in der A-Jugend-Bundesliga ist Ende September. Empor bekommt es unter anderem mit den Talenten des SC Magdeburg, den Füchsen Berlin sowie Hannover-Burgdorf zu tun. „Das wird ein dickes Brett“, weiß Tristan Staat.

Für den Verein bedeute der Aufstieg und die damit verbundenen höheren Kosten „eine kleine finanzielle Herausforderung“, sagte Woitendorf und fügte hinzu: „Das werden wir schaffen. Die sportliche Qualifikation war die schwierigere Aufgabe.“

Empor: Victor Malchow, Paul-Ernst Uhl – Alexander Schütze insgesamt 4 Tore, Juri Richter 1, Christoph Schröder, Marvin Allwardt 11, Ben Dobbert 10, Ole Horlitz 11, Max Neumann 1, Hannes Witt 3, Mika Stolz 4, Markus Drews 7, Erik Reimer 21/12, Lasse Bahr 9.