Der HC Empor hat ein überragendes Jahr hinter sich und viele sprechen von „der Mannschaft!“. Doch wer sind eigentlich diese ‚Typen‘, die für so viel Furore sorgen?

Im Teil 2 dieser losen Serie von Spielerporträts geht es um Jonas Ottsen. Der Autor traf ihn auf seiner Arbeitsstelle, den Rostocker Stadtwerken. Nach seinem Masterabschluss im Fach Maschinenbau hat er hier eine Traineestelle gefunden, die, wenn alles gut läuft, der Einstieg in einen fordernden Berufsalltag sein könnte. Noch ist aber der Handball bei Jonas, im April wird er 29 Jahre alt, ganz stark im Fokus. Seit 3 Jahren spielt er auf der halblinken Rückraumposition und ist ein Leistungsträger auf dem erfolgreichen Weg in den letzten Jahren. Der Kieler sagt selber „…ich bin inzwischen sehr gut in Rostock angekommen, lebe mit meiner Freundin in der KTV und fühle mich rundum wohl.“ Jonas betont, dass er auf seinem sportlichen Weg immer das Studium und die berufliche Entwicklung im Auge behalten hat. „Mit der Energiebranche hatte ich bis dahin nicht wirklich eine Beziehung, aber die Masterarbeit zu dem Thema und jetzt die Perspektive bei den Stadtwerken sind eine sehr reizvolle Herausforderung.“ Das Unternehmen ist seit vielen Jahren ein fester Partner des HC Empor und „hat in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit dem Einsatz von Leistungssportlern, insbesondere aus dem Teamsport, gemacht. Bei Jonas kommt hinzu, dass der Abschluss im Maschinenbau für die Stadtwerke hervorragend passt, um die Herausforderungen der Zukunft für das Unternehmen zu realisieren“, so Ute Römer, Vorstand bei den Stadtwerken.

Zwischen Handball und Job ist dann wirklich nicht viel Zeit, eher „suche ich Ruhe und Entspannung, gerne auch auf der Couch“, fügt Jonas mit einem Lächeln hinzu, zumal Corona auch nicht viel zulässt.

Nochmals auf die hervorragende sportliche Entwicklung in der 2. Liga angesprochen, betont Jonas die tolle Atmosphäre in der Mannschaft, der Zusammenhalt und den Respekt, den wir uns erarbeitet haben. Besonders gerne erinnert er sich an das Heimspiel gegen Coburg am Anfang der Saison, auch weil er  sich ausgezeichnet präsentiert hat und gegen den Absteiger aus der 1. Liga das Spiel gedreht wurde. „Eine Stärke hat sich gerade im Dezember gezeigt, unsere Ruhe und Fokussierung zum Ende eines Spiels, dann überlassen wir gerne dem Gegner die Fehler“, so Jonas mit einem Schmunzeln im Gesicht zum Abschluss des Gesprächs.